Historienmalerei

Seit der Gründung des Museums im Jahre 1878 nimmt die Historienmalerei eine herausragende Stellung in Frederiksborg ein. Auf einer Frankreich-Reise besuchte Brauereibesitzer J. C. Jacobsen das historische Museum in Versailles, wo man die Geschichte Frankreichs an Hand von Gemälden studieren konnte. Jacobsen war von diesem Museum tief beeindruckt und kam dort auf die Idee, Frederiksborg mit Gemälden auszustatten, die die Geschichte Dänemarks lebendig veranschaulichen und das Selbstverständnis der Dänen stärken konnten.

Otto Baches "Die Verschwörer reiten von Finderup Scheune nach der Ermorderung von König Erik Klipping 1286" war eine der ersten Erwerbungen des Museums. Thema des Gemäldes, das nahezu ein Denkmal der nationalromantischen Geschichtsauffassung wurde, ist der letzte Königsmord in Dänemark.

1889 erhielt der Künstler Laurits Tuxen den Auftrag für ein monumentales Gemälde, das "Die Einnahme von Arkona durch Valdemar den Grossen und Bischof Absalon im Jahre 1169" darstellen sollte. Das Ereignis ist aus Saxos Dänen-Chronik überliefert, die im Auftrag von Bischof Absalon verfasst wurde.

Die Historienmalerei als Genre im Nationalhistorischen Museum ist weiterhin aktuell. In 1998 schuf Thomas Kluge das Gemälde "Ein kurzer Aufenthalt", auf dem dänische UN-Soldaten in Bosnien dargestellt sind. 2002 schuf Martin Bigum vier Historiengemälde über das Leben Christians IV. für die Dauerausstellung für Kinder. Und in der "Moderne Sammlung" ist Peter Carlsens Gemälde "Dänemark 2009" zu sehen, das ein Land unter Veränderung zeigt.